Ein Österreichisches Projekt zur Rettung des Esquinas Regenwaldes

1991 wurde der Esquinas-Wald im Süden Costa Ricas, einer der letzten ungeschützten Tieflandregenwälder an der Pazifikküste Mittelamerikas, zum Nationalpark erklärt. Da sich jedoch alle Grundstücke in privatem Besitz befanden, konnte das Gebiet freilich nur als „Papier-Park“ bezeichnet werden, bis es in den Besitz der Nationalparkverwaltung von Costa Rica überging. Genehmigungen zum Schlägern dieses Waldes, der viele wertvolle tropische Hartholzarten enthält, waren schon vor der Ernennung des Gebietes zum Nationalpark erteilt worden, und die Abholzung wurde fortgesetzt. Im gleichen Jahr hat Michael Schnitzler, ein bekannter klassischer Geiger aus Wien, der teilweise in Costa Rica lebt, den gemeinnützigen Verein externer Link folgtRegenwald der Österreicher gegründet. Das Ziel war es, Spenden zu sammeln, um Land im Esquinas-Wald „freizukaufen“ und die Zerstörung zu stoppen.

Bis 2007 haben über 15.000 Privatpersonen und einige Sponsoren mehr als 2 Mio. Euro gespendet und damit den Kauf von etwa 37 km2 Regenwald ermöglicht. Die Grundstücke, von denen die meisten eine Genehmigung zum Schlägern hatten, wurden der Republik Costa Rica geschenkt und in den Piedras Blancas-Nationalpark eingegliedert. Das Abholzen in diesen Gebieten ist damit gestoppt worden. Mit Hilfe der Republik Costa Rica, des amerikanischen Energieerzeugers Tenaska, The Nature Conservancy und der Moore Stiftung konnten bis Mitte 2007 71% des Esquinas-Regenwaldes gerettet werden.

Die Wilson-Stiftung hat österreichische Spenden in Höhe von 425.000 USD verdoppelt. Seit 2003 bezahlt Regenwald der Österreicher über die Corcovado Stiftung die Gehälter von zwei Wildhütern. Der Verein hat eine aktive Rolle übernommen im Kampf gegen illegale Schlägerungen und Jägerei und trifft sich regelmäßig mit Wildhütern, Parkfunktionären und Mitgliedern der Gemeinde. 2007 wird Regenwald der Österreicher den Bau einer Wildhüter Station in La Gamba finanzieren. 

Michael Schnitzler im Gespräch mit Jägern aus La Gamba

Regenwald der Österreicher hat 13 Hektar Land und mehr als USD 40.000 an die "Stiftung zur Restaurierung der Natur" gespendet und unterstützt damit ein erfolgreiches Wiederansiedlungsprojekt für hellrote Aras im Piedras Blancas NP. Hunderte beschlagnahmte  Vögel und Säugetiere wurden im Esquinas-Wald freigelassen. Michael Schnitzler wurde mit dem österreichischen Staatspreis für Umwelt, dem Konrad Lorenz Preis, ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied der costaricanischen Nationalparkverwaltung ernannt. Regenwald der Österreicher erhielt 2000 den Großen Binding Preis der Binding-Stiftung in Liechtenstein.